Tinker Bricks

Tinker Bricks

Die Idee von Tinker Bricks ist es, Kindern spielerisch ein Verständnis und Spaß an Technik zu bieten. Oft spielen Kinder mit LEGO-Duplo nur ein paar Jahre, bevor das Spielzeug auf dem Dachboden verschwindet. Eine Digitalisierung des Spielzeugs verlängert die Spieldauer an den bunten Bausteinen. Zudem werden Kindern spielerisch und ohne Druck erste Kenntnisse über Technik und das Programmieren vermittelt. Durch die individuell verwendbaren Bausteine wird außerdem die Kreativität der Kinder gefördert.

Tinker Bricks besteht aus zwei Komponenten: einer Art „Fernbedienung“ und einer individuell gestaltbaren Figur. Die Figur besteht aus verschiedenen Bausteinen, welche jeweils unterschiedliche Aktionen ausführen können.
Das Kind kann durch die Fernbedienung selbst bestimmen, welche Aktionen wann und in welcher Reihenfolge von der Figur ausgeführt werden sollen, diese sozusagen „programmieren“.
Dies wird erreicht, indem spezielle Duplo-Steine auf eine Platte aufgesteckt werden, welche als Fernbedienung für die in der Figur verbauten Motoren, LEDs und diversen anderen Aktoren fungiert.

Diese Aktoren befinden sich in Lego-Bausteinen, die dann wie gewohnt zu einer Figur zusammen gebaut werden können. Zum Beispiel könnte ein Fahrzeug aus zwei Motor-Bausteinen, einem Hupen-Baustein und einem Licht-Baustein bestehen. Denkbar sind jedoch auch Bausteine 
 mit verschiedenen anderen Aktoren wie beispielsweise verschiedene Bewegungsformen, Geräusche und Funktionen.

Die Besonderheit an Tinker Bricks ist es, dass kein Handy oder Tablet zur Fernsteuerung der Figur verwendet, sondern mit modifizierten Lego-Duplo Bausteinen gearbeitet wird, um die Steuerung und das Verständnis dafür greifbarer zu machen. Hierbei steht bei der Fernbedienung jede Farbe eines Steines für eine bestimmte Aktion und jede Position für eine Intensität der jeweiligen Aktion. Dadurch soll den Kindern nicht nur logisches Denken näher gebracht werden, sondern auch Konzentration, sowie Kreativität gefördert werden.

Wie funktionieren Tinker Bricks?
Auf den Noppen der LEGO-Duplo Platte sind Schrauben angebracht, welche durch die Verkabelung innerhalb des darunter liegenden Holzrahmens unter Strom gesetzt werden können. Wird ein Stein auf diese Noppen gesetzt, so wird durch den verbauten Widerstand der Stromkreis geschlossen. Der Strom hierfür kommt von einem Gitter aus Kupferstäben, welche wiederum mit einem Arduino verbunden sind. Die Noppen auf der Lego-Platte sind in Spalten aufgeteilt.

Der Arduino im Holzrahmen sorgt dafür, dass diese in kurzen Zeitabständen nacheinander unter Strom gesetzt werden und so spaltenweise die Funktionen der darauf steckenden Duplo-Steine abfragen. Wie bei einem „Sequenzer“ werden hier der Reihe nach bestimmte Sequenzen fortlaufend immer wiederholt. So wird dem Kind unter anderem auch spielerisch das Grundverständnis für die Programmierung näher gebracht.

Die auf der Platte aktive Spalte ist für das Kind jeweils durch einen leuchtenden Stein auf der Platte gekennzeichnet. Anhand von Widerständen, welche in den steckbaren Steinen verbaut sind, kann unterschieden werden, welche der Aktoren im Fahrzeug angesprochen werden sollen. In einem Grundbaustein des Fahrzeugs ist ebenfalls ein Arduino verbaut, dieser kommuniziert mittels Bluetooth mit dem Arduino in dem Holzrahmen, wodurch die Datenübertragung gewährleistet wird.

Hinweis: Der Strom, beziehungsweise die für das Produkt verwendete Spannung ist für Kinder sowie Erwachsene so schwach, dass diese ungefährlich ist.

Da das Projekt als Maker-Projekt konzipiert wurde kann es mithilfe unserer Anleitung (auf unseren Portfolios* verfügbar) nachgebaut werden und die Möglichkeit, es beliebig um weitere Funktionen zu ergänzen sowie das Lego-Duplo vom Dachboden zu holen und es wieder zu verwerten.


*Portfolios

Marina Rost
Jana Seemann
Vanessa Stöckel