Smartes Müllsystem

Smartes Müllsystem

Steigende Müllproduktion, kein wirklicher Bezug zum eigenen Verbrauch
und ein ungenaues Abrechnungssystem, welches uns dazu verleitet nur noch
mehr Abfall zu produzieren. Bekannte und gängige Müllsysteme unterstützen
dieses unschöne Szenario. Ein gutes Abfallsystem sollte diesem Chaos jedoch
entgegenwirken und den Nutzer, die Abfallwirtschaft, wie auch die Umwelt
entlasten und ein gutes Zusammenspiel dieser untereinander ermöglichen.


Fair. Smart. Einheitlich.
Unser neues Müllsystem sollte ein faires Bezahlsystem beinhalten, welches den Nutzer nur die Menge an Müll zahlen lässt, die tatsächlich produziert wurde. Somit können Transparenz und Verantwortung geschaffen werden. Um dennoch eine Messbarkeit zu bieten, sollte der Verbauch in eine Skala eingebunden werden, welche dem Nutzer bei übermäßigem Verbrauch Extrakosten abverlangt und bei geringem Verbauch durch eine Art Payback belohnt.

Außerdem sollte das System eine smarte Datenverarbeitung beinhalten, welche dem Nutzer seinen aktuellen Verbauch aufweist und aktuelle Informationen, wie den Füllstand und seine Kosten anzeigt. Die Füllstanddaten könnten außerdem direkt an die Müllzentrale gesendet werden um somit eine bessere Routenberechnung zu ermöglichen und unnötige Fahrten einzusparen.

Wichtig war uns, ein simples System zu schaffen, das in jeder Stadt Anwendung finden könnte und somit Einheit bringt und für jeden schnell erfassbar und verständlich ist.

Nutzer- und Müllsackerkennung
Die Nutzererkenung und das Erfassen der Müllsäck ID dienen in erster Linie zur Autorisierung des Nutzers zum Öffnen der Tonne. Ein schöner Nebeneffekt ist hierbei, dass man schon im ersten Schritt nur Biomüllsäcke für die Biotonne vorsieht und somit anderen Müllsorten keine Chance gibt, in die falsche Tonne zu gelangen. Sollte innerhalb der Säcke jedoch schon schlecht oder falsch getrennt werden, könnte man stichprobenartig prüfen, ob die Trennung sauber und richtig ist und gegenbenfalls Mahnungen an den Nutzer rausschicken, da die Säcke über die ID zurückverfolgbar wären.


Prototyping / Redesign

Aufgabenstellung
Die Projektaufgabe des Kurses Prototyping / Redesign bestand darin, ein bestehendes Produkt auf Überarbeitungspotential zu prüfen um dieses technisch und konzeptionell aufzubereiten, sodass sich ein neuer Mehrwert ergibt.

Schwerpunkt Prototyping
Ziel war es dabei, mithilfe von schnellen Prototypen zu erforschen, welche Lösungsansätze weiterführend und fruchtbar sind, um so zu einem guten Funktionsprototyp zu gelangen.

Datenverarbeitung
Eine wichtige Rolle spielt hierbei die große Datenmenge, welche vom System effizient erfasst und verarbeitet werden sollte, um daraus einen Nutzen zu generieren, welcher das Vorgängermodell revolutioniert und einen Wertzuwachs schafft.


Technische Werkzeuge

Da hier viele verschiedene Schnittstellen aufeinandertreffen, ist es wichtig die Kommunikation dieser untereinander zu ermöglichen und reibungslos ablaufen zu lassen. Hierfür dient die Datenbank als Speicher aller gemessenen Werte der Sensoren, welche im Script empfangen werden können, um im Front-End einen visuellen Output zu ermöglichen.

Verwendete Technik
Arduino
MySQL Datenbank, PHP, JavaScript, node.js

Die Sensoren
Die Waage unserer Tonne haben wir über den Arduino mit verschiedenen
Endschaltern manuell angesteuert und bedient. Da diese nach gewisser Zeit
größere Schwankungen eingenommen hat, haben wir einen Schalter eingebaut
zum Reset der Waage, nach jedem Messen. Das hat sehr gut geholfen und
die Werte im Rahmen gehalten.Für die Waagesensoren wurde außerdem noch
ein Modul benötigt (HX711), welches hier als Verstärker dient und das Auslesen
der Werte und die Kalibrierung der Waage ermöglicht.


Applikation für den Nutzer

Die Applikation für den Nutzer sollte nur die wichtigesten Informationen enthalten und diese schnell erfassbar darstellen.Die Startseite besteht demnach aus einer Übersicht der Füllstände aller Tonnen, für welche der Nutzer registriert ist und zeigt in Zusammenhang dieser den eigenen Verbauch mithilfe einer Stufen-Skala. Diese soll zur Einordnung dienen, damit der Nutzer weiß, ob sein Verbrauch übermäßig hoch, gering oder durchschnittlich ist. Außerdem erhält er noch eine Übersicht für die nächste Abholung.Im Verbrauch-Fenster kann der Nutzer seinen Gesamtverbrauch monatlich oder jährlich betrachten und sich Ziele setzen im Bezug auf den Verbrauch oder die Kosten. Darüber bekommt er immer aktuelles Feedback.

Auf der Kostenseite kann der Nutzer seine detaillierte Abrechnung einsehen. Hier wird der jeweiligen Betrag für seine abgegebenen Müllsäcke dokumentiert und jegliche andere Kosten, wie z.B. Mahngebühren für die Stichproben der Mülltrennung, aber auch Gutschriften für geringe Müllproduktion.


Vorteile

Alles schön aufgeräumt.
Die Sammeltonnen würden den unschönen Anblick der Straßen, die mit gelben Säcken und Biosäcken „geschmückt“ werden, verhindern.

Daten im Blick.
Über die App erhält der Nutzer Einblicke in den Füllstand verschiedener Tonnen, seinen eigenen Verbrauch, eine detaillierte Kostenabrechnung und kann daneben auch bevorstehende Abholtermine einsehen.

Geregelter Zugang.
Durch die gut verriegelten Tonnen, werden Ratten und Ungeziefer weniger schnell in die Stadt gelockt. Durch Windböhen verursachte fliegende gelbe Säcke werden verhindert. Fremde können ihren Müll nicht einfach in irgendwelche Tonnen werfen.