Lucy's Diamond

Lucy's Diamond

Lucy’s Diamond entstand als Ergebnis des Projektes „Mirror mirror on the wall“. In einem Zeitraum von zweieinhalb Wochen war es unsere Aufgabe, die Realität virtuell darzustellen. Dies sollte in Form eines Spiegels erfolgen, der von jeder Projektgruppe individuell interpretiert und gestaltet werden konnte. Die Vorgabe bestand darin, mit einer Kamera die Person vor dem Bildschirm zu filmen und das Livevideo in einer spannenden Art und Weise darzustellen. Die Person vor dem Spiegel soll damit spielen und experimentieren, um ein Erlebnis zu erfahren.


Konzeptfindung

Wir wollten uns nah an das Grundkonzept des Spiegels halten und daher Effekte durch verschiedene Anordnungen von Bildausschnitten und Drehungen kreieren. Unser Konzept sollte etwas sein, dass man bis zu einem bestimmten Punkt auch mit einem herkömmlichen Spiegel konstruieren könnte. Allgemein war es unser Ziel, den Benutzer lange zu fesseln und diesen die Interaktionen durch intuitive Bewegungen entdecken zu lassen. Für diese Zielsetzung empfanden wir eine Art des Kaleidoskops als optimale Lösung.


Grundgerüst

Ein Kaleidoskop baut sich aus einer geraden Anzahl aus Dreiecken auf, die aneinander in einem Kreis angeordnet sind. Zwei Dreiecke nebeneinander bilden ein Paar, das gespiegelt ist. Jedes dieser Dreiecke zeigt einen Ausschnitt des Videos, sodass sich die Person vor dem Spiegel mehrfach sieht.


Programmierung

Für die Umsetzung wurde eine JavaScript Library verwendet, mit welcher das Video in einzelnen Partikeln dargestellt werden kann. Die Ausgangsform der Partikel ist ein Dreieck, welches sich jedoch zu einem 6-eckigen Polygon verändern kann. Neben der Form, kann sich auch die Farbe und die Größe der Partikel verändern. Unsere Interaktionen haben wir durch Farbtracking und der Library von Tracking.js verwirklicht.


Interaktion

Damit der Nutzer vor dem Spiegel mit dem Kaleidoskop interagieren kann, muss dieser erkannt werden. Hierzu gibt es eine Brille mit einem farbigen Element am Steg. Diese gelbe Farbe wird getrackt, um festzustellen, wo sich die Person befindet und welche Bewegungen sie macht. Dabei wird die horizontale/ vertikale Position sowie Distanz des Benutzers von der Kamera getrackt. Durch die Brille hat man als Nutzer außerdem dass Gefühl, dass die Effekte nur durch die Brille erkennbar sind, da diese erst beim aufsetzten der Brille starten.


Setzt die Person die Brille auf, wird die Anwendung gestartet und durch das Bewegen der Brille, also des Kopfes, in horizontaler Richtung ändert sich die Farbe.


Bewegt die Person den Kopf in vertikaler Richtung, verändert sich die Helligkeit der Farbe. Bewegt man den Kopf nach oben, wird diese dunkler und umgekehrt.


Je näher man der Kamera mit der Brille kommt, desto größer werden die Partikel. Bei großer Distanz entstehen Polygone und bei geringer Distanz Dreiecke.


Durch Neigung des Kopfes kann man außerdem die Drehrichtung des Kaleidoskopes bestimmen. Neigt man sich nach rechts, dreht das Kaleidoskop in diese Position.


Durch den in sich komplexen Aufbau des Kaleidoskops und dem Ändern seiner Parameter, ergibt sich ein sehr spannendes Zusammenspiel, das die Person vor dem Spiegel dazu einlädt, viele Varianten auszuprobieren.