BeeControl

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BeeControl - Bee in Time entstand als Projektarbeit im Rahmen des Faches Schwerpunkte I und einer Kooperation mit Bosch Engineering.
Die anfängliche, von Bosch gestellte, weitläufige Aufgabenstellung war, im Bereich der urbanen Imkerei Use-Cases zu finden und Problemlösungen zu entwickeln.
Nach einer ersten Recherche in verschiedenen Bereichen kamen wir zu dem Entschluss, dass der Bereich der urbanen Imker nur einen kleinen Bruchteil der gesamten Imkerschaft darstellt und legten unseren Fokus daher auf Hobbyimker im allgemeinen.

Problemstellung:
Neuimker haben, vor allem in den ersten Jahren, das Problem, dass sie nicht wissen, wann sie welche Aufgabe am besten erledigen sollten.


Problemdefinitionen

Im Laufe unserer Researchphase, in der wir uns mit mehreren Hobbyimkern und einem Berufsimker unterhielten und bei ihrer Arbeit begleitet haben, konnten wir verschiedenste Probleme identifizieren.
Zum einen stellt die Schwarmzeit den wohl größten Zeitaufwand dar, da zu dieser Zeit wöchentliche Kontrollen von Nöten sind. Für Imker würde es daher eine große Erleichterung darstellen, ein zuverlässiges Frühwarnsystem für Schwarmabgänge zu haben. Durch Rücksprache mit Prof. Dr. Dr. h.c. Randolf Menzel, einem Experten im Bereich der Grundlagenforschung, erfuhren wir, dass eine solche Vorhersage bisher nicht gelungen ist. Wir sind der Meinung, dass man durch Erhebung verschiedenster Daten, wie der Lautstärke, dem Gewicht und einer Bilderkennung und einem neuralen Netzwerk zur Auswertung dieser Daten, relativ präzise Vorhersagen treffen kann.
Ein weiteres Problem welches der Trend der vielen Neuimker mit sich bringt, ist die Unwissenheit dieser. Es ist ziemlich schwer sich das Imkern selbst beizubringen und kann eigentlich nur beim Zuschauen Anderer gelernt werden. Diese Möglichkeit besteht bei einigen in Form eines Imkerpaten. Anderen wiederum ist diese Möglichkeit, aufgrund von Zeitmangel oder fehlenden Ansprechpartnern, nicht gegeben.

Konzept

Da unser Fokus nun eben auf dem Problem der Unwissenheit von Neuimkern lag, beschlossen wir für diese ein Produkt zu entwerfen, dass eben diese Unsicherheiten und Wissenslücken aufheben sollten. Dies sollte in Form einer Begleit-App geschehen, für die wir die wichtigsten Aspekte beziehungsweise Funktionen sammelten. Als Lösung für den Aspekt der Unwissenheit identifizierten wir eine Informationsansammlung von grundlegendem Wissen über Bienen, als auch über das Imkern an sich, die innerhalb unserer App gegeben sein sollte. Auch war es uns wichtig die nötigen Aufgaben eines Imkers und deren Zeitpunkte zur Durchführung zu erfassen und aufzuzeigen. Es sollte also eine Art Anfängerguide entstehen, der einerseits den Imker während der Durchführung seiner Aufgabe unterstützt, als auch ihn vor diesen Aufgaben mit Hilfe von Informationen vorbereitet. Es soll also Ziel sein dem Imker die Angst vor Fehlern zu nehmen und diesen in seinen Anfängen zu unterstützen.

Prototyp

Der entstandene Prototyp soll nun unsere App im Bezug auf den Use-Case: "Das Füttern des Bienenvolkes in Vorbereitung auf den Winter" zeigen. Dabei ist er folgendermaßen aufgebaut.
Auf dem Hauptbildschirm ist eine chronologische Übersicht der einzelnen Aufgaben des Imkerjahrs abgebildet. Wählt man nun die nächst anstehende Aufgabe an, kommt man auf den Übersichtbildschirm eben dieser. Dort ist diese Aufgabe in ihre Unterpunkte aufgeteilt. Zudem kann eingesehen werden wie viel Zeit diese Unteraufgaben in Anspruch nehmen oder ob diese bereits erledigt wurden.
Öffnet man die App am Standort der Bienenstöcke, so öffnet sich automatisch, mittels Standorterkennung, die dazugehörige Stockverwaltung. Hier befinden sich nun die durchzuführenden Schritte, welche nach und nach abgehakt werden können. Auch Notizen können hier getätigt werden. Ist die aktuelle Aufgabe erledigt, kann zum Hauptbildschirm zurückgekehrt werden. Wählt man hier nun die nächste Aufgabe aus, kann dort über das Informations-Icon eine nähere Beschreibung dieser Aufgabe aufgerufen werden und man kann einsehen, welche Aspekte bei den einzelnen Schritten beachtet werden müssen.