Anima

Anima ist ein Konzept eines Navigationssystem für pädiatrische Notfälle. Es leitet mittels Knochenschall den Stationsarzt schnell zum Notfall ohne ihn abzulenken.

Der vollständige Gestaltungsprozess ist auf unserem Plakat (im Download rechts) dokumentiert.

Analyse

Die Aufgabe im Fach Mobile Technologien bestand darin ein Navigationssystem für Spezialanwendungen, dessen Themengebiet wir selber wählen durften, zu entwerfen.

Krankenhäuser sind ständig im Wandel und müssen immer wieder ihre Technik erneuern oder sich vergrößern. Daher gibt es oft Anbauten oder Änderungen in der Struktur der Gänge so wie der Zimmeraufteilung.
An dieses Problem versuchen wir mit unserem Projekt Anima anzuknüpfen.

 

Synthese

Nachdem wir die Grundproblematik definiert hatten, mussten wir uns in diese einarbeiten und Informationen sammeln. Dazu haben wir ein Interview mit einer Chefärztin einer Kinderintensivstation arrangiert. Dieses Interview gab uns aufschlussreiche Informationen über die Abläufe während eines Kindernotfalls.

 

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Ideation

Um die Probleme, welche wir in unserem bisherigen Prozess identifiziert haben anzusprechen, haben wir eine genaue Problemstellung definiert, welche die Grundlage für unsere weiteren Recherchearbeiten und den Fortschritt des Prozesses darstellte.

"Ein neuer Stationsarzt in einer Kinderklinik benötigt ein intuitives Navigationssystem während einem Kindernotfall um schnellstmöglich von seinem aktuellen Standort zum Notfallort zu gelangen."

Uns kamen mehrere Ideen zur Lösung des Problems. Eine der besten war es, eine digitale Wandfarbe mit einem Leitsystem zu verwenden. Die Inspiration dafür lieferte ein Projekt aus dem 3. Semester Interaktionsgestaltung (Invention Design). Diese Idee verwarfen wir allerdings, da es zu kostenintensiv wäre, ein gesamtes Gebäude mit dieser Technik auszustatten und voraussichtlich erst in ca. 10 - 15 Jahren marktreif wäre.

 

Bisher waren wir von einer Navigation mit Sound nicht überzeugt, da es immer das Hörvermögen des Arztes beeinträchtigen und hygienische Nachteile mit sich bringen würde. Mit der Knochenschall-Technologie wäre es uns möglich, dieses Problem zu vermeiden.


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Entwurf

Für die Umsetzung der Navigation mit Sound mussten wir uns Gedanken machen, welche Anforderungen wir an das System haben. Zu Beginn haben wir dazu versucht einzelne Use Cases durchzuspielen, um alle nötigen Sounds für solch eine Navigation zu finden. Nach dieser Recherche haben wir folgende Anforderungen definiert:

Sounds für Start / Ende, Links / Rechts, Hoch / Runter sowie einen Systemsound, der den Nutzer darüber informiert, dass das System fehlerfrei läuft und eine Fehlersound, der darauf aufmerksam macht, dass der Nutzer in die falsche Richtung läuft oder ein technisches Problem mit dem Gerät auftritt.

Generell sollten die Sounds alle aufeinander abgestimmt sein, aber dennoch den unter-schiedlichen Anforderungen gerecht werden. Dazu besuchten wir das Tonstudio der HfG und produzierten eine eigene Soundfamilie.

 

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Prototyping

Für den finalen Funktionsprototypen haben wir uns dazu entschieden, dass wir eine Draufsicht eines Raumplans nachbauen. Diesen haben wir erst als Modell gebaut und anschließend mit Polystyrol tiefgezogen. Unter die tiefgezogene Form legten wir ein Grafiktablett (Wacom), anhand dessen wir eine genaue X und Y Position des dazugehörigen Stiftes auslesen können.

Dieser Stift simuliert in unserem Prototypen den Nutzer, welcher sich so durch die Gänge bewegen kann. Anschließend haben wir eine Software entwickelt, welche alle möglichen Start und Ziel-Punkte kennt.

Je nach dem in welchem Raum der Nutzer den Stift aufsetzt wird eine andere Route gestartet. So lassen sich einfach „größere“ Distanzen zurücklegen. Zudem wurde der Prototyp mit einem hölzernen Rahmen umgeben, sodass man die darunter liegende Technik nicht sieht.

 

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